Beschäftigung

 

Reitbegleithund

 

Der Rhodesian Ridgeback ist ein ausdauernder Sportler. Somit bringt ein erwachsener Ridgeback also gute Eigenschaften zum Reitbegleithund mit.


Die Ausbildung ist allerdings sehr zeitintensiv und man sollte, im Hinblick auf lange körperliche Entwicklung, keinesfalls zu früh mit dem Lauftraining beginnen. Mit etwa eineinhalb Jahren kann man beginnen, den Hund mit auf kürzere Ausritte zu nehmen und dann langsam die Entfernungen steigern. Auf jeden Fall sind die Touren dem Trainingsstand und der Kondition des Hundes anzupassen und langsam zu steigern. 

 

Der Hund sollte bereits im Welpenalter an Pferde gewöhnt werden. Er muss lernen, wie er sich in ihrer Gegenwart bewegt und verhält und muss ebenso das Verhalten der Pferde einschätzen können. Vieles davon geschieht sicher durch instinktives Verhalten, andere wichtige Sachen muss der Hund erst erlernen. Er sollte auf jeden Fall einen guten Grundgehorsam haben. Er muss sich in allen Situationen abrufen lassen, der Jagdtrieb muss sicher kontrollierbar sein, und er sollte in allen Situationen gelassen reagieren.

 

 

Fara Mhuri Azikiwe Zazu...

...bei der Ausbildung...

...zum Reitbegleithund

 

 

Wandern, Joggen, Radfahren

 

Ridgebacks sind tolle Begleiter und haben Spaß an der Bewegung in freier Natur. Ob am Fahrrad, beim Joggen oder beim Wandern - auch hier gilt wie bei der Ausbildung zum Reitbegleithund: Ein guter Grundgehorsam sollte vorhanden sein und man sollte die Strecken dem Alter und der Kondition des Hundes anpassen. Mit einem erwachsenen, gut trainierten Ridgeback kann man mit dem Rad durchaus Strecken von 20-30 km im gleichmäßigen Trab zurücklegen.

 

 

Rennen / Coursing

 

Hunderennen und Coursing sind eine weitere gute Möglichkeit unsere Ridgebacks artgerecht auszulasten. Eine spezielle Vorbereitung oder Training benötigt der Ridgeback hierfür nicht, denn als ursprünglicher Sicht- und Hetzjäger verfolgt er die Beute instinktiv. Beachtlich ist, dass auch untrainierte Ridgebacks bei den Rennen sehr gut abschneiden und es durchaus mit den Windhundrassen aufnehmen können.

 

Coursing ist eine Sonderform des Hunderennens, bei der der Hase nicht auf der Bahn sondern im natürlichen Gelände, mit Richtungswechsel, gezogen wird. Das kommt unseren Ridgebacks sehr entgegen, da es der natürlichen Form der Jagd entspricht.

 

 

Nasenarbeit

 

Das Riechzentrum unserer Hunde ist etwa 40 Mal größer als das des Menschen. Auf der Riechschleimhaut des Hundes befinden sich ca. 220 Millionen Riechzellen, beim Menschen sind es lediglich ca. 5 Millionen. Je nach Länge der Hundeschnauze erreicht diese Schleimhaut eine größe von 85 bis 200 cm², beim Menschen sind es dagegen nur ca. 5 cm².

Ein Hund atmet bei intensivem Gebrauch seiner Nase bis zu 300 x pro Minute, um Duftstoffe aufzunehmen. Er analysiert und speichert so die Duftinformationen und kann sie später sicher wiedererkennen. Ca. 10 % des Gehirns des Hundes sind ausschließlich dazu da, Geruchsinformationen zu verarbeiten. Ein Hund reagiert überwiegend auf Fettsäuren, Bestandteil der meisten Beutetiere. So nimmt er 1mg Buttersäure noch in 1 Milliarde cm3 Luft wahr. Je näher er seinem Ziel kommt, desto feiner und intensiver wird auch seine Geruchswahrnehmung.

Für Hunde ist Riechen und Fühlen im Wesentlichen dasselbe. Riechen bedeutet fühlen. Über die Nase erfährt der Hund alle für ihn notwendigen Informationen seiner Umwelt. Alter, Geschlecht oder Gesundheit von Artgenossen. All das nimmt der Hund über seine Nase wahr. Aber auch Stimmungen, wie etwa Angst oder Freude, kann der Hund riechen.

Über das Jacobsonsche Organ im Gaumen des Hundes werden Gerüche verarbeitet, die der Hormonbildung dienen und Gefühle und Triebverhalten steuern. Bei diesen Geruchsstoffen reagiert der Hund mit Lautäußerungen, Zähneklappern oder Speichelfluss.

Das Riechvermögen von Hunden mit kurzen Schnauzen, zum Beispiel bei Boxern, ist weniger gut entwickelt. Hündinnen können in der Regel besser riechen als Rüden, allerdings nicht bei allen Duftstoffen und nur zu bestimmten Zeiten des Zyklus.

Als Jagd- und Laufhund ist der Rhodesian Ridgeback sehr geeignet für alle Arten der Nasenarbeit, von der jagdlichen Schweißarbeit, über die klassische Fährtensuche, bis hin zur Flächensuche als Rettungshund oder auch als Mantrailer.

Nasenarbeit verlangt dem Hund viel Energie ab und ist eine sehr gute Möglichkeit unsere Hund auszulasten und artgerecht zu beschäftigen. Weiterhin wird durch die enge Zusammenarbeit die Bindung vom Mensch-Hund-Team und das gegenseitige Vertrauen gestärkt.

 

 

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© Fara Mhuri Rhodesian Ridgebacks